

Der häufigste Fehler beim Einkauf von Catering ist der Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Ein Anbieter nennt einen Preis pro Kopf mit Getränken. Der nächste nennt einen Netto-Preis für Speisen ohne Service. Der dritte nennt eine Summe mit Posten, die nirgends aufgeteilt sind. Auf den ersten Blick wirkt das günstigste Angebot am besten. Dabei ist da am wenigsten drin.
Für das Office Management wird der Vergleich damit zur Fleißarbeit. Ohne eine gemeinsame Struktur muss man jede Position einzeln nachfragen. Das kostet Zeit und führt zu Fehlern. Wie sich das Budget für ein Firmenevent aufbaut, ordnet unser Beitrag zum Firmenevent-Budget planen ein. Der Vergleich ist der Schritt, der aus mehreren Angeboten eine klare Wahl macht.
Die Lösung liegt in der guten Vorarbeit. Eine klar aufgebaute Anfrage verlangt in jedem Angebot die gleichen Posten. So sind die Preise schon vergleichbar, bevor sie ins Haus kommen. Der Rest ist eine Checkliste, die man bei jedem Angebot durchgeht.
Ein guter Vergleich prüft jedes Angebot an den gleichen sechs Punkten. Sie decken die Posten ab, bei denen sich Angebote am meisten unterscheiden.

Grafik 1: Sechs Prüfpunkte für den Vergleich von Catering-Angeboten. Preis pro Kopf und Gesamtpreis beide nennen lassen. Was ist dabei: Speisen, Mengen, Gänge. Getränke als Pauschale oder nach Verbrauch. Service und Personal mit Stunden, Auf- und Abbau. Extras wie Anfahrt, Mindestwert und Storno. Referenzen und freie Termine für Erfahrung und Planung.
Der erste Prüfpunkt sind Preis pro Kopf und Gesamtpreis. Beide sollten im Angebot stehen. Dann klappen Vergleich und Freigabe. Der zweite ist der Umfang des Caterings. Also welche Speisen, welche Mengen und wie viele Gänge dabei sind. Der dritte ist die Frage nach den Getränken. Kommen sie als Pauschale oder nach Verbrauch? Der vierte ist der Service, also Personal, Stunden sowie Auf- und Abbau. Der fünfte sind die Extras wie Anfahrt, Mindestwert und die Regel beim Storno. Der sechste sind Referenzen und freie Termine. Erfahrung mit solchen Events und ein sicherer Termin zählen so viel wie der Preis. Wie hoch die Kosten für den Service sind, zeigt unser Beitrag zum Servicepersonal beim Catering.
Nicht jeder Prüfpunkt wiegt gleich schwer. Preis und Umfang bestimmen das Budget. Bei einem wichtigen Firmenevent zählen Referenzen und freie Termine fast ebenso. Ein Ausfall wird teurer als ein kleiner Aufpreis. Das Office Management wiegt die sechs Punkte je nach Anlass ab. Beim Standard-Lunch steht der Preis vorn, beim Kundenevent die Verlässlichkeit.
Der wichtigste Schritt kommt vor dem Vergleich. Er passiert in der Anfrage. Nennt man in jeder Anfrage die gleichen Eckdaten und den gleichen Aufbau, kommen Angebote, die schon vergleichbar sind. Dazu gehören Datum, Gästezahl, Ort und Wunschformat. Dazu die Bitte, Preis pro Kopf, Getränke, Service und Extras getrennt auszuweisen.
Ein einfaches Hilfsmittel ist eine kurze Tabelle für den Gebrauch im Team. Dort bekommt jede Position eine Zeile. Fehlt bei einem Angebot eine Zeile, fragt man sie nach. So wird sie nicht übersehen. So entsteht ein klares Bild. Der niedrige Preis wirkt dann nicht deshalb niedrig, weil eine Position fehlt. Welche Posten sich gern verstecken, zeigt der Beitrag zu den versteckten Catering-Kosten bei Firmenevents.
Auch der Mindestbestellwert gehört mit in den Vergleich. Bei kleinen Bestellungen hebt er den Preis pro Kopf. Wie Mindestwerte wirken und wie man sie einordnet, vertieft unser Leitfaden zum Mindestbestellwert beim Catering.

Das niedrigste Angebot ist selten das günstigste. Der Preis steht erst dann fest, wenn alle Posten auf dem Tisch liegen. Ein Angebot ohne Getränke oder Service wirkt billig. Kommen diese Posten dazu, liegt der Preis über dem des teuren Angebots.

Grafik 2: Scheinbar günstig gegen vollständig und vergleichbar. Getränke fehlen gegen Pauschale ausgewiesen. Service separat oder später gegen Stunden mit dabei. Anfahrt und Aufbau kommt dazu gegen enthalten. Mengen und Gänge vage gegen klar benannt. Regel beim Storno offen gegen klar. Erst wenn alle Angebote die gleichen Posten nennen, ist der Preis vergleichbar.
Fünf Posten machen den echten Preis aus. Die Getränke fehlen im günstigen Angebot. Im anderen stehen sie als Pauschale. Der Service wird separat oder später berechnet. Oder die Stunden stehen mit im Preis. Anfahrt und Aufbau kommen dazu oder sind enthalten. Die Mengen und Gänge bleiben vage oder sind klar benannt. Und die Regel beim Storno bleibt offen oder steht klar im Angebot. Erst wenn alle Angebote diese Posten nennen, lässt sich der Preis fair vergleichen. Den größeren Rahmen steckt unser Überblick zu den Catering-Kosten für Unternehmen ab.
Aus den Prüfpunkten folgt der Aufbau für die Anfrage. Vier Angaben gehören in jede Anfrage: Anlass und Format, Gästezahl, Datum und Ort sowie das Budget pro Kopf. Der genannte Rahmen hilft dem Caterer sehr. Er kann ein passendes Angebot machen, statt am Bedarf vorbei zu rechnen.
Dazu kommt die Bitte, alle Posten gleich zu gliedern. Verlangt die Anfrage Preis pro Kopf, Getränke, Service und Extras als getrennte Posten, liefern gute Anbieter das auch. Wünsche beim Essen wie vegetarisch, vegan oder ohne Gluten gehören ebenfalls hinein. Sie prägen die Rechnung. Später lassen sie sich nur schlecht ergänzen.
Ein Zeitfenster für die Antwort rundet die Anfrage gut ab. Ein klarer Termin für das Angebot hält den Vergleich im Zeitplan. Er zeigt zugleich, wie schnell ein Anbieter reagiert. Das ist ein Signal, das über den reinen Preis hinaus zählt.
Ein Beispiel macht die gute Anfrage greifbar. Sie nennt in wenigen Zeilen: Weihnachtsfeier am 12. Dezember in München, 60 Personen, festliches Buffet, Budget rund 90 € pro Kopf. Dazu vegetarische und vegane Optionen. Das Angebot bitte mit getrenntem Ausweis von Speisen, Pauschale für Getränke, Stunden für den Service, Anfahrt und Storno, und das bis Freitag. Eine so gestellte Anfrage bringt drei Angebote, die die gleichen Zeilen füllen. Sie lassen sich in Minuten vergleichen, statt in einer Runde von Rückfragen.
Mit vergleichbaren Angeboten fällt die Wahl nicht nur über die kleinste Zahl. Drei Punkte wirken hier zusammen. Das sind der echte Gesamtpreis mit allen Posten, die Leistung in Qualität und Umfang sowie die Verlässlichkeit aus Referenzen und Antwort. Ein etwas höherer Preis mit klarer Leistung und guten Referenzen ist häufig die bessere Wahl als das billigste Angebot mit offenen Fragen.
Ein Beispiel für die Wahl: Angebot A liegt bei 78 € pro Kopf, weist aber Getränke und Service nicht aus. Angebot B nennt 92 € pro Kopf mit Pauschale für Getränke, Stunden für den Service und Anfahrt. Rechnet man bei A die fehlenden Posten mit rund 20 € pro Kopf dazu, liegt es bei 98 €. Damit liegt es über B. Angebot B hat also mehr drin und kostet dazu weniger. Die guten Referenzen geben dazu noch Sicherheit. So kippt der erste Eindruck, sobald alle Posten auf dem Tisch liegen.
Zwei Punkte sichern die Wahl ab. Der Puffer für kurze Änderungen bleibt im eigenen Budget, nicht im Angebot des Anbieters. So bleibt der Vergleich sauber. Und eine kurze Rückfrage zu unklaren Posten vor der Zusage klärt vieles. So taucht es nicht in der letzten Rechnung auf. So wird aus dem Vergleich eine sichere Wahl.

Catering-Angebote werden vergleichbar, sobald alle die gleichen Posten nennen. Das sind Preis pro Kopf und Gesamtpreis, Umfang, Getränke, Service, Extras sowie Referenzen. Das niedrigste Angebot ist selten das günstigste. Denn fehlende Posten heben den Preis später an.
Der Hebel liegt schon in der Anfrage. Wer die gleichen Eckdaten und die gleiche Gliederung verlangt, bekommt Angebote, die sich Zeile für Zeile vergleichen lassen. Die Wahl fällt dann über den echten Gesamtpreis, die Leistung und die Verlässlichkeit zusammen. Der Puffer für Änderungen bleibt im eigenen Budget.
Indem alle Angebote die gleichen Posten nennen. Das sind Preis pro Kopf und Gesamtpreis, Umfang des Caterings, Getränke, Service, Extras sowie Referenzen und freie Termine. Am besten gelingt das, wenn die Anfrage diese Gliederung klar verlangt.
Weil im niedrigen Angebot häufig Posten fehlen. Das sind etwa Getränke, Service oder Anfahrt. Kommen sie dazu, steigt der Preis am Ende. Das Angebot mit allen Posten ist dann günstiger, auch wenn es zuerst teurer wirkt. Erst der Vergleich aller Posten zeigt den echten Preis.
Getränke, Service, Pauschalen für Anfahrt und Aufbau, Mindestwert und die Regel beim Storno. Diese Extras stehen im ersten Angebot häufig getrennt oder gar nicht drin. Sie heben den Endpreis, wenn man sie nicht von Anfang an einplant.
Anlass und Format, Gästezahl, Datum und Ort sowie das Budget pro Kopf. Dazu die Bitte, Preis pro Kopf, Getränke, Service und Extras getrennt auszuweisen. Dazu die Wünsche beim Essen wie vegetarisch, vegan oder ohne Gluten.
Nicht allein über den Preis. Der echte Gesamtpreis, die Leistung in Qualität und Umfang sowie die Verlässlichkeit aus Referenzen und Antwort wirken zusammen. Ein etwas höheres Angebot mit allen Posten und guten Referenzen ist häufig die bessere Wahl.
Der Puffer für kurze Änderungen bleibt im eigenen Budget, nicht im Angebot des Anbieters. So bleibt der Vergleich zwischen den Angeboten sauber. Die Reserve steht dann frei vom gewählten Caterer bereit.
